Menschen helfen und Sinnvolles in Freizeit anpacken
Das Gefühl, etwas Gutes und Sinnvolles zu tun, ist für sie äußerst wichtig. Sie wollen anderen Menschen in Notlagen fachmännische Hilfe leisten. Sie bauen auf die Kameradschaft, in der sie sich voll und ganz auf ihre Kollegen verlassen können. Auf der anderen Seite kann die Beckumer Feuerwehr zu 100 Prozent auf diese Nachwuchskräfte bauen: Sergej Omeljantschuk, Christian Heickmann und Tobias Hinze, die drei sind 19 und 22 Jahre jung, leisten als Feuerwehrmänner ihren ehrenamtlichen Dienst in der Wehr.Wenn andere junge Leute ihre Freizeit genießen und oft ohne Ziele einfach nur noch die Füße baumeln lassen oder abfeiern, dann üben die drei Feuerwehrmänner eine für die Beckumer Bürger äußerst wichtige und sinnvolle ehrenamtliche Aufgabe aus. Das Trio stellt einen Teil seiner Freizeit in den Dienst von Feuerschutz und Rettungsdienst, absolviert die zeitintensiven Ausbildungen, steht bei Alarmierungen bereit, um sofort mit den Kameraden ausrücken und Menschen in Notlagen Hilfe bringen zu können.
Und die geforderte Ausbildung ist anspruchsvoll. Im neunmonatigen Grundlehrgang ging es an jedem Dienstag und Samstag auf die Schulbank oder zu praktischen Übungen. "Die Kameradschaft im Lehrgang war super, das war zwar eine extrem fordernde Zeit, die aber riesigen Spaß gemacht hat", blickt Christian Heickmann auf diesen Grundlehrgang zurück. "Wir haben die interessante Technik kennengelernt", denkt Tobias Hinze gerne an die gemeinsame Zeit mit den Wadersloher Kameraden zurück. "Auch die wichtige Ausbildung in der Ersten Hilfe war toll", schwärmt Sergej Omeljantschuk von einem Lehrgang, der nie langweilig war. "Der Atemschutzlehrgang war anschließend die Krönung", erinnert sich Christian Heickmann.
Schon während dieser Grundausbildung waren die drei Kameraden voll in ihre Löschzüge eingebunden. Praxisnah lernten sie während der anstehenden Übungen die Grundlagen für ihre spätere Tätigkeit in der Feuerwehr. "Unsere Vorstellungen haben sich voll und ganz bestätigt", blicken sie jetzt nach dem gelungenen Einstieg in die Wehr zurück. Klar ist den Dreien aber auch, dass man den Dienst nicht auf die leichte Schulter nehmen darf. "Die Einsätze sind oft kein Spaß, die Kameraden müssen sich voll auf uns verlassen können", fasst Christian Heickmann zusammen.
Und der Dienst am Nächsten kostet natürlich viel Freizeit. Da sind auch die Freundinnen nicht immer begeistert. "Meine Freundin habe ich kennengelernt, als ich schon in der Jugendfeuerwehr war", stellt Tobias Hinze fest, "sie weiß, dass ich voll hinter der Wehr stehe und dass das eine vernünftige Sache ist. Sie akzeptiert den Einsatz." Die drei jungen Feuerwehrkameraden sind mit Feuereifer im Dienst bei der Sache und haben klare Vorstellungen von ihrer weiteren Laufbahn in der Wehr: Sie wollen sich weiter qualifizieren, Lehrgänge besuchen und in der Hierarchie aufsteigen. Und zumindest Tobias Hinze und Christian Heickmann wollen ihr Hobby irgendwann zu ihrem Beruf machen. Ihr Ziel für die Zukunft: ein Arbeitsplatz in der Berufsfeuerwehr.
Start in der Jugendfeuerwehr
Die ersten Einsätze haben sie erfolgreich mitgefahren, die drei Nachwuchskräfte der Beckumer Feuerwehr. Der Brandeinsatz auf dem Tigge, Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen auch auf der Autobahn, Rettung von Menschen, das alles haben sie nach der Grundausbildung schon kennengelernt.
Sergej Omeljantschuk ist 22 Jahre jung und wohnt in Neubeckum. Er arbeitet als Zerspanungsmechaniker bei der Firma Hammelmann in Oelde. Seit zwei Jahren gehört er der Feuerwehr Beckum an und leistet seinen Dienst im Löschzug Neubeckum. Einen ersten Kontakt zur Feuerwehr baute der 22-Jährige während der Gewerbeschau in Beckum auf, wo er zu einem Dienstabend eingeladen wurde.
19 Jahre jung ist der Beckumer Christian Heickmann. Bei der Firma Beumer hat er die Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker abgeschlossen, jetzt besucht er das Berufskolleg Beckum, um das Fachabitur zu machen. Schon mit elf Jahren trat er in die Jugendfeuerwehr ein. Seit 2001 ist er im Löschzug Beckum II aktiv und zudem Betreuer der Jugendfeuerwehr. Kontakt zur Wehr bekam er über seinen Onkel Daniel Fust, der Betreuer der Jugendfeuerwehr war.
Tobias Hinze, er wohnt in Vellern, ist 19 Jahre jung. Er hat eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker absolviert und besucht jetzt das Berufskolleg mit dem Ziel des Fachabiturs. Auch er kam mit elf Jahren in die Jugendfeuerwehr, die er jetzt als Betreuer unterstützt. Seit Ende 2001 ist er in der Wehr im Löschzug Vellern. Schon als Kind war er von der Feuerwehr begeistert und bekam in Vellern das Gerätehaus gezeigt. "Wir wollten immer in die Wehr", blicken Heickmann und Hinze auf ihre Zeit in der Jugendgruppe zurück. Gerade die Möglichkeit, bei Übungen mitzumachen, hat sie motiviert. "Wir würden uns freuen, wenn weitere neue Kameraden zu uns in die Feuerwehr kommen würden", in diesem Punkt sind sich die drei jungen Feuerwehrmänner einig.
Vielen Dank an W. Krogmeier / die Glocke für das Bild und den Bericht!
